Konservative Therapie

In unserer  Beckenbodengymnastik-Broschüren finden Sie verschiedene Beckenbodenübungen. 

 

Nicht jede Frau kann ihren Beckenboden spontan anspannen. Deshalb ist es vor einem selbständigen Beckenbodentraining wichtig, zu prüfen, ob und wie gut Sie das können. Der sog. "Pipi-Stopp-Test" ist ein bekannter Selbsttest. Schauen Sie, ob der Harnstrahl beim Wasserlösen unterbrochen werden kann. Dieser Test ist aber sehr unsicher und sollte auch nicht  häufigoder als Beckenbodentraining angewendet werden!

Die Beckenbodenmuskulatur und das Beckenbindegewebe spielen eine wichtige Rolle zur Sicherung der Kontinenz. Ein Anspannen des Beckenbodenmuskels bewirkt nämlich eine Stützung und teilweise auch Kompression der Harnröhre. Bei korrekt durchgeführtem Beckenbodentraining kann eine Verbesserung der Inkontinenz in bis 40-80 % der Fälle erreicht werden. Die alleinige Abgabe von Beckenbodengymnastik-Broschüren ist weit verbreitet.

Leider hat sich aber gezeigt, dass der Erfolg häufig unbefriedigend ist, weil das richtig durchgeführte und wirksame Beckenbodentraining «gezielt erlernt werden muss». Dazu arbeiten wir mit verschiedenen sehr erfahrenen Physiotherapeutinnen die wir seit Jahren kennen zusammen. Die Kosten werden von der Krankenkasse übrigens übernommen. Auch bei Bebo finden Sie viele erfahrene Beckenbodentrainerinnen (in ihrer Nähe).

Bei der urogynäkologischen Abklärung erfahren Sie ob Sie den Beckenboden effizient einsetzten und ob ein Beckenbodentraining sinnvoll ist. Mittels Ultraschall können Sie bei der Abklärung im Blasenzentrum auch selber sehen was das Anpannen des Beckenbodens bewirkt und prüfen, ob Sie den Beckenbodenmuskel richtig anspannen.

Zu den konservativen Massnahmen gehören auch verschiedene spezielle Kontinenztampons und sog. Pessare, welche angepasst werden und so zum Beispiel bei Sport die Kontinenz verbessern helfen. Diese Tampons müssen durch die Patientin bei Bedarf (z.B. vor Sport) in die Scheide eingeführt und danach wieder entfernt werden.